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Jagdangelegenheiten (allgemein)

Allgemeine Informationen

Das Jagdrecht ist die ausschließliche Befugnis, auf einem bestimmten Gebiet wildlebende Tiere, die dem Jagdrecht unterliegen (Wild), zu hegen, auf sie die Jagd auszuüben und sie sich anzueignen. Mit dem Jagdrecht ist die Pflicht zur Hege verbunden, die zum Ziel hat, einen den landwirtschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepassten artenreichen und gesunden Wildbestand sowie die Pflege und Sicherung seiner Lebensgrundlagen zu erhalten. Die berechtigten Interessen der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft und die Vermeidung von Wildschäden sind dabei zu berücksichtigen.

Dieses Recht ist im Bundesjagdgesetz (Rahmengesetz) und den ergänzenden Vorschriften wie Bundeswildschutz-, Jagdzeitenverordnung des Bundes und der Länder, den Landesjagdgesetzen und den Ausführungsbestimmungen geregelt.

In Deutschland gilt das Reviersystem, das heißt, die Jagd darf von Jagdausübungsberechtigten grundsätzlich nur in Eigenjagdbezirken und gemeinschaftlichen Jagdbezirken ausgeübt werden. Damit wird einer ökosystemgerechten und verantwortlichen Jagdausübung Rechnung getragen.

Der Landkreis Stade ist für das Gebiet des Landkreises Stade "Jagdbehörde" und zuständig für Fragen rund um das Jagdrecht. Die Jagdbehörde wird jagdlich beraten durch den Kreisjägermeister.

Zu den Aufgabengebieten der Jagdbehörde zählen insbesondere:

  • Erteilung und Verlängerung von Jagdscheinen
  • Widerruf und Einziehung von Jagdscheinen
  • Sicherstellung der ordnungsgemäßen Jagdausübung
  • Durchführung von Ordnungswidrigkeitenverfahren nach dem Jagdrecht
  • Abrundungsmaßnahmen an Jagdbezirken
  • Festsetzung von befriedeten Bezirken
  • Prüfung von Jagdpachtverträgen
  • Durchführung der Jägerprüfung
  • Durchführung der Hegeschau
  • Aufsicht über die Jagdgenossenschaften
  • Abschusspläne genehmigen und Abschusslisten führen
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