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Fahrerlaubnis: Erweiterung

Allgemeine Informationen

Möchten Sie eine bereits bestehende Fahrerlaubnis um eine neue Klasse erweitern, so ist dies bei dem zuständigen Straßenverkehrsamt zu beantragen. Der Antrag kann direkt in der Führerscheinstelle ausgefüllt werden oder über die Fahrschule erfolgen, in der die Fahrausbildung erfolgt.

Bei Antragstellung ist ein gültiger Personalausweis oder ein Reisepass (mit aktueller Meldebescheinigung) vorzulegen.

Der Antrag darf frühestens 6 Monate vor Erreichen des für die beantragte Klasse erforderlichen Mindestalters erfolgen.

Auf dem Antrag ist die Fahrerlaubnisklasse, die erworben werden soll sowie die Fahrschule, in der die Ausbildung erfolgt, anzugeben.

Sollte die Ausstellung des aktuellen Führerscheins von einer anderen Behörde erfolgt sein, ist dort eine Karteikarte anzufordern.

An wen muss ich mich wenden?

Die Fahrerlaubnisbehörde Ihres Landkreises bzw. Ihrer kreisfreien Stadt.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Für die Klassen AM, A1, A2, A, B, BE, L, T

  • 1 gesichtsbiometrisches Lichtbild (45 x 35 mm),
  • Sehtestbescheinigung und 
  • Personalausweiskopie.


Für die Klassen C, CE, C1, C1E

  • 1 gesichtsbiometrisches Lichtbild (45 x 35 mm) ,
  • Nachweis über die Ausbildung in Erster Hilfe (Wenn dieser bei Erteilung der Fahrerlaubnis noch nicht vorgelegen hat),
  • ärztliche Bescheinigung über die körperliche und geistige Eignung,
  • augenärztliches Zeugnis oder Gutachten und
  • Personalausweiskopie.


Für die Klassen D, DE, D1, D1E

  • 1 gesichtsbiometrisches Lichtbild (45 x 35 mm),
  • Nachweis über die Ausbildung in Erster Hilfe (Wenn dieser bei Erteilung der Fahrerlaubnis noch nicht vorgelegen hat),
  • ärztliche Bescheinigung über die körperliche und geistige Eignung,
  • augenärztliches Zeugnis oder Gutachten,
  • Nachweis über eine Verkehrspsychologische Untersuchung,
  • Personalausweiskopie und 
  • Führungszeugnis, Belegart "0".


Dem Antrag kann zusätzlich ein Gesundheitsfragebogen beigefügt werden.

Welche Gebühren fallen an?
  • 43,40 € bei Erteilung innerhalb der Probezeit und
  • 42,60 € bei Erteilung ohne Probezeit
Welche Fristen muss ich beachten?
  • Die Fahrerlaubnisklassen AM, A1, A 2, A, L, T, B, BE sind ohne Befristung zu erteilen.
  • Die Fahrerlaubnis der Klassen C1 und C1E sind bis zur Vollendung des 50. Lebensjahres gültig.
  • Die Fahrerlaubnis der Klassen C, CE, D1, D1E, D und DE sind ab Erteilung auf fünf Jahre befristet.



Was sollte ich noch wissen?

Weitere Informationen erhalten Sie bei jeder Fahrschule oder Fahrerlaubnisbehörde.



Anhängerführerschein

Für das Mitführen von Anhängern mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 750 kg und bis zu 3.500 kg ist ein eigener Anhängerführerschein, die Klasse E, erforderlich.

Eine vor allem für die Besitzer von Wohnwagen und Sportanhängern bedeutsame Ausnahme gibt es bei der Klasse B: Ein Führerschein dieser Klasse genügt auch bei Anhängern mit einer höheren zulässigen Gesamtmasse als 750 kg, wenn die zulässige Gesamtmasse der Kombination nicht mehr als 3.500 kg beträgt.

Zum 19.01.2013 wurde zudem eine neue Fahrerlaubnis der Klasse B mit der Schlüsselzahl 96 neu eingeführt, die überwiegend für das Führen von kleineren Wohnwagengespannen interessant ist. Sie kann erteilt werden für Fahrzeugkombinationen bestehend aus einem Karftfahrzeug der Klasse B und einem Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 750 kg, sofern die zulässige Gesamtmasse der Fahrzeugkombination 3.500 kg überschreitet, aber 4.250 kg nicht übersteigt. Die Schlüsselzahl 96 darf nur zugeteilt werden, wenn der Bewerber bereits die Fahrerlaubnis der Klasse B besitzt oder die Voraussetzungen für deren Erteilung erfüllt hat. Für die Eintragung der Schlüsselzahl 96 in die Fahrerlaubnis der Klasse B bedarf es keiner Prüfung, sondern nur einer Fahrerschulung.

 

Stufenführerschein für Krafträder

Die bisherigen Klassen 1a und 1 gehen in der neuen Klasse A auf. Inhaltlich bleibt der Stufenführerschein jedoch bestehen. Wer zunächst die Fahrerlaubnis in einer weniger starken Leistungsklasse erwirbt, erhält leichteren Zugang zur nächst höheren Fahrerlaubnisklasse (Beispiel: Wer zunächst zwei Jahre Erfahrung in der Klasse A1 - Leichtkraftrad bis 11 kW Leistung - sammelt, muss für den Zugang zur Klasse A2 , Kraftrad bis 35 kW Leistung - nur noch eine praktische Prüfung ablegen, nicht aber mehr eine theoretische). Damit wird ein Anreiz geschaffen, zunächst auf weniger leistungsstarken Zweirädern Erfahrung zu sammeln.

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