Sie sind hier: Rathaus > Rathaus > Dienstleistungen A-Z

Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen, §§ 90 ff. Sozialgesetzbuch Neuntes Buch (SGB IX)

Allgemeine Informationen

Menschen mit Behinderungen haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Eingliederungshilfe nach dem SGB IX, wenn sie länger als sechs Monate körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigungen haben und durch eine Behinderung wesentlich in ihrer Fähigkeit, an der Gesellschaft teilzuhaben, eingeschränkt sind. Leistungen der Eingliederungshilfe erhalten auch Menschen, die von einer solchen Behinderung bedroht sind.

Durch Eingliederungshilfeleistungen soll den Menschen mit Behinderungen eine individuelle Lebensführung ermöglicht und die volle, wirksame und gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft gefördert werden. Ziel der Leistung ist es, eine möglichst selbstbestimmte und eigenverantwortliche Lebensplanung und -führung wahrnehmen zu können.

Zu den Leistungen der Eingliederungshilfe gehören u. a.

  • Leistungen zur Sozialen Teilhabe

 

Diese Leistungen können auf Antrag auch durch ein sogenanntes persönliches Budget ausgeführt werden.

Bei einigen Leistungen ist zu prüfen, ob der Antragsteller die Aufbringung der benötigten Mittel für die Eingliederung aus eigenem Einkommen und Vermögen bestreiten kann. Für die Anrechnung gelten besondere Regelungen. Der Gesetzgeber bestimmt, bei welchen Hilfen ein Kostenbeitrag zu fordern ist.

Zu beachten ist, dass die Leistungen der Eingliederungshilfe in der Regel nachrangig sind. Sie werden nur dann gewährt, wenn keine Ansprüche gegenüber anderen, vorrangigen Sozialleistungsträgern / Rehabilitationsträgern (z. B. Krankenkasse, Rentenversicherungsträger, Arbeitsagentur, Unfallversicherungsträger) bestehen.

An wen muss ich mich wenden?

Der formlose Antrag ist schriftlich zu stellen beim

per Post:         Landkreis Stade, Sozialamt, Am Sande 2, 21682 Stade

per E-Mail       sozialamt@landkreis-stade.de

per Fax:          04141/12-5013

Antragsunterlagen können Sie auch telefonisch bei den zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern anfordern. Bitte wenden Sie sich an eine Sachbearbeiterin oder einem Sachbearbeiter des Teams, das für Ihren Wohnort zuständig ist.

Welche Unterlagen werden benötigt?
  • Antrag auf Eingliederungshilfe
  • Nachweis über die Behinderung (ärztliche Gutachten/ Stellungnahmen, Entlassungsbriefe, Arztbriefe usw., Feststellungsbescheid des Versorgungsamtes Verden, Kopie des Behindertenausweises)
  • Soweit im Antrag gefordert, Nachweis über die Einkommens- und Vermögensverhältnisse
  • Nachweise über vorrangige Leistungen anderer Sozialleistungsträger (z. B. Pflegekasse, Krankenkasse)
Anträge / Formulare

Nach Eingang der erforderlichen, vollständigen Unterlagen werden zunächst die gesetzlichen Voraussetzungen geprüft. Soweit diese erfüllt sind, werden die behinderungsbedingten Teilhabeeinschränkungen von den Fallmanager/innen z.B. anhand eines Gespräches ermittelt. Wenn ein Bedarf im Rahmen der Eingliederungshilfe festgestellt wurde, folgt ein entsprechender Bescheid.

zurück