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Vorlage - 2012/01284  

Betreff: Verwaltungsentwurf zum Haushaltsplan der Gemeinde Jork für das Haushaltsjahr 2013
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage öffentlich
Verfasser:Uwe Rosendahl / Matthias Riel
Federführend:Fachbereich 1 Bearbeiter/-in: Riel, Matthias
Beratungsfolge:
Finanz- und Personalausschuss Vorberatung
27.09.2012 
Sitzung des Finanz- und Personalausschusses zur Kenntnis genommen   
Ausschuss für Feuerschutz und öffentliche Ordnung Vorberatung
16.10.2012 
Sitzung des Ausschusses für Feuerschutz und öffentliche Ordnung geändert beschlossen   
Finanz- und Personalausschuss Vorberatung
07.11.2012 
Sitzung des Finanz- und Personalausschusses zur Kenntnis genommen   
Ausschuss für Bau-, Planungs-, Umwelt- und Klimaschutzangelegenheiten Vorberatung
18.10.2012 
Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses geändert beschlossen   
Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Kultur Vorberatung
06.11.2012 
Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Kultur ungeändert beschlossen   
Schulausschuss Vorberatung
13.11.2012 
Sitzung des Schulausschusses ungeändert beschlossen   
Ausschuss für Jugend, Soziales und Sport Vorberatung
20.11.2012 
Sitzung des Ausschusses für Jugend, Soziales und Sport ungeändert beschlossen   
Finanz- und Personalausschuss Vorberatung
22.11.2012 
Sitzung des Finanz- und Personalausschusses zurückgestellt   
22.01.2013 
Sitzung des Finanz- und Personalausschusses ungeändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Vorberatung
Rat der Gemeinde Jork Entscheidung
30.01.2013 
Sitzung des Rates der Gemeinde Jork geändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n
Anlagen:
2012-09-25 Produktbuch 2013 - Verwaltungsentwurf 1. Fassung  

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Zurzeit noch keine Beschlussempfehlung diese wird zum Abschluss der Haushaltsplanberatungen unter Berücksichtigung der jeweiligen Gremienempfehlungen erarbeitet.

 

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

Zum Einstieg in die Haushaltsplanberatungen für 2013 ist anliegend die zahlenmäßige Zusammenstellung des Verwaltungsentwurfes zum Haushaltsplan einschließlich der Einzelansätze in den Produkten sowie der Investitionsplanung 2013 und des Entwurfs des mittelfristigen Investitionsprogramms für die Jahre 2014 bis 2016 beigefügt.

 

Diese zahlenmäßige Zusammenstellung ist Grundlage für den Einstieg in die anstehenden Fachausschussberatungen zu den Haushaltsansätzen und Projektplanungen. Mit den Ergebnissen aus den Beratungen wird der Haushaltsentwurf fortgeschrieben, so dass die abschließende Dokumentation als Vorbericht parallel erarbeitet wird. Gesondert werden die Fortschreibung des Personalentwicklungskonzeptes, der Entwurf des Stellenplanes für 2013 sowie der Entwurf des Haushaltssicherungskonzeptes und der Entwurf der Haushaltssatzung in die anstehenden Beratungen des Finanz- und Personalausschusses eingebracht.

 

Die Gesamtzusammenstellung des Verwaltungsentwurfes kommt im Ergebnishaushalt und im Finanzhaushalt zu folgenden Ergebnissen:

 

Ergebnishaushalt Gesamtzusammenstellung

 

Erträge und Aufwendungen

Ergebnis 2011

Ansatz 2012

Ansatz 2013

Ansatz 2014

Ansatz 2015

Ansatz 2016

Ordentliche Erträge

 

 

 

 

 

 

01. Steuern und ähnliche Abgaben

-10.660.760,40

-10.328.600

-11.598.543

-11.605.500

-11.607.500

-11.609.500

02. Zuwendungen und allgemeine Umlagen

-1.193.897,46

-1.538.649

-1.192.692

-1.338.627

-1.389.068

-1.389.964

03. Auflösungserträge aus Sonderposten

 

-216.935

-529.352

-541.903

-557.205

-548.900

04. sonstige Transfererträge

-2.633,66

-6.000

-6.000

-6.000

-6.000

-6.000

05. öffentlich-rechtliche Entgelte

-147.407,78

-112.400

-158.700

-147.800

-147.800

-147.800

06. privatrechtliche Entgelte

-339.380,35

-324.960

-348.485

-376.485

-368.485

-368.485

07. Kostenerstattungen und Kostenumlagen

-170.603,71

-189.567

-193.285

-191.703

-195.188

-198.744

08. Zinsen und ähnliche Finanzerträge

217.589,66

-110.075

-90.061

-90.047

-90.033

-90.018

09. aktivierte Eigenleistung

 

 

 

 

 

 

10. Bestandsveränderungen

 

 

 

 

 

 

11. sonstige ordentliche Erträge

-417.525,12

-417.600

-420.600

-420.600

-420.600

-420.600

12.= Summe ordentliche Erträge

-12.714.618,82

-13.244.786

-14.537.718

-14.718.665

-14.781.879

-14.780.011

Ordentliche Aufwendungen

 

 

 

 

 

 

13. Aufwendungen für aktives Personal

3.217.038,54

3.362.500

3.547.375

3.603.930

3.582.930

3.631.214

14. Aufwendungen für Versorgung

 

17.604

0

0

0

 

15. Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen

2.312.984,79

2.740.250

2.251.700

1.804.000

1.727.800

1.708.000

16. Abschreibungen

17.405,64

906.029

1.000.914

1.134.314

1.146.812

1.032.000

17. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

271.728,32

308.000

353.762

348.821

268.673

257.272

18. Transferaufwendungen

7.208.236,08

7.062.000

7.773.900

7.657.400

7.639.900

7.629.900

19. sonstige ordentliche Aufwendungen

647.872,59

660.050

665.250

585.950

577.950

577.950

20. Überschuss gem. § 15 Abs. 5 GemHKVO

 

 

 

 

 

 

21.= Summe ordentliche Aufwendungen

13.675.265,96

15.056.433

15.592.901

15.134.415

14.944.065

14.836.336

abzüglich Überschuss gem. § 15 Abs. 5 GemHKVO

 

 

 

 

 

 

22. ordentliches Ergebnis

960.647,14

1.811.647

1.055.183

415.750

162.186

56.325

23. außerordentliche Erträge

-66.881,61

0

0

0

0

 

24. außerordentliche Aufwendungen

19.742,17

 

 

 

 

 

25. Überschuss gem. § 15 Abs. 6 GemHKVO

 

 

 

 

 

 

26. Summe aus Zeile 24 und 25

19.742,17

 

 

 

 

 

abzüglich Überschuss gem. § 15 Abs. 6 GemHKVO

 

 

 

 

 

 

27. außerordentliches Ergebnis

-47.139,44

0

0

0

0

 

28. Jahresergebnis

913.507,70

1.811.647

1.055.183

415.750

162.186

56.325

 

 

Finanzhaushalt Gesamtzusammenstellung

 

Einzahlungen und Auszahlungen

Ergebnis 2011

Ansatz 2012

Ansatz 2013

Ansatz 2014

Ansatz 2015

Ansatz 2016

Einzahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit

 

 

 

 

 

 

01. Steuern und ähnliche Abgaben

-11.881.992,68

-10.328.600

-11.598.543

-11.605.500

-11.607.500

-11.609.500

02. Zuwendungen und allgemeine Umlagen

-1.191.750,32

-1.538.649

-1.192.692

-1.338.627

-1.389.068

-1.389.964

03. sonstige Transfereinzahlungen

-3.062,66

-6.000

-6.000

-6.000

-6.000

-6.000

04. öffentlich-rechtliche Entgelte

-149.194,74

-112.400

-158.700

-147.800

-147.800

-147.800

05. privatrechtliche Entgelte

-343.204,33

-324.960

-348.485

-376.485

-368.485

-368.485

06. Kostenerstattungen und Kostenumlagen

-138.934,16

-189.567

-193.285

-191.703

-195.188

-198.744

07. Zinsen und ähnliche Einzahlungen

-61.065,34

-110.075

-90.061

-90.047

-90.033

-90.018

08. Einzahlungen aus der Veräußerung geringwertiger Vermögensgegenstände

-340,00

 

 

 

 

 

09. sonstige haushaltswirksame Einzahlungen

-494.846,61

-417.600

-420.600

-420.600

-420.600

-420.600

10. = Summe der Einzahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit

-14.264.390,84

-13.027.851

-14.008.366

-14.176.762

-14.224.674

-14.231.111

Auszahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit

 

 

 

 

 

 

11. Auszahlungen für aktives Personal

3.247.200,83

3.350.815

3.547.375

3.603.930

3.582.930

3.631.214

12. Auszahlungen für Versorgung

 

17.604

 

 

 

 

13. Auszahlungen für Sach- und Dienstleistungen und für GVG

2.874.756,57

2.740.250

2.251.700

1.804.000

1.727.800

1.708.000

14. Zinsen und ähnliche Auszahlungen

272.205,32

308.000

353.762

348.821

268.673

257.272

15. Transferauszahlungen

7.059.099,53

7.062.000

8.020.921

7.657.400

7.639.900

7.629.900

16. sonstige haushaltswirksame Auszahlungen

671.435,62

660.050

665.250

585.950

577.950

577.950

17. = Summe der Auszahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit

14.124.697,87

14.138.719

14.839.008

14.000.101

13.797.253

13.804.336

18. Saldo aus laufender Verwaltungstätigkeit

-139.692,97

1.110.868

830.642

-176.661

-427.421

-426.775

Einzahlungen für Investitionstätigkeit

 

 

 

 

 

 

19. Zuwendungen für Investitionstätigkeit

-293.607,13

-578.800

-1.712.738

-120.000

 

-30.000

20. Beiträge u.ä. Entgelte für Investitionstätigkeit

-246.102,99

 

0

 

 

 

21. Veräußerung von Sachvermögen

-15.721,19

-502.000

-302.000

-200.000

-200.000

-200.000

22. Veräußerung von Finanzvermögensanlagen

 

 

 

 

 

 

23. sonstige Investitionstätigkeit

-424,22

-437

-450

-465

-477

-492

24. = Summe der Einzahlungen für Investitionstätigkeit

-555.855,53

-1.081.237

-2.015.188

-320.465

-200.477

-230.492

Auszahlungen für Investitionstätigkeit

 

 

 

 

 

 

25. Erwerb von Grundstücken und Gebäuden

347.410,60

15.000

0

 

 

 

26. Baumaßnahmen

1.093.820,96

4.269.400

4.207.000

979.300

57.700

12.000

27. Erwerb von beweglichem Sachvermögen

383.493,56

401.150

699.150

496.900

115.700

456.700

28. Erwerb von Finanzvermögensanlagen

 

 

 

 

 

 

29. Aktivierbare Zuwendungen

126.395,00

451.000

57.000

57.000

57.000

57.000

30. Sonstige Investitionstätigkeit

 

 

 

 

 

 

31. = Summe der Auszahlungen für Investitionstätigkeit

1.951.120,12

5.136.550

4.963.150

1.533.200

230.400

525.700

32. Saldo aus Investitionstätigkeit

1.395.264,59

4.055.313

2.947.962

1.212.735

29.923

295.208

33. Finanzmittel-Überschuss/-Fehlbetrag

1.255.571,62

5.166.181

3.778.604

1.036.074

-397.498

-131.567

Ein-, Auszahlungen aus Finanzierungstätigkeit

 

 

 

 

 

 

34. Einzahlungen; Aufnahme von Krediten und inneren Darlehen für Investitionstätigkeit

-1.550.000,00

-3.110.000

-2.152.000

-685.000

 

 

35. Auszahlungen; Tilgung von Krediten und Rückzahlung von inneren Darlehen für Investitionstätigkeit

208.877,13

253.080

305.080

319.100

322.000

325.000

36. Saldo aus Finanzierungstätigkeit (Saldo aus Zeile 34 und 35)

-1.341.122,87

-2.856.920

-1.846.920

-365.900

322.000

325.000

37. Summe der Salden aus Zeile 33 und 36

-85.551,25

2.309.261

1.931.684

670.174

-75.498

193.433

 

Der Ergebnishaushalt 2013 schließt mit einem Fehlbedarf von 1.055.183 - auch der mittelfristige Finanzplanungszeitraum bis 2016 weist jeweils einen Fehlbedarf aus, auch wenn die folgenden Haushaltsjahre voraussichtlich deutlich besser dargestellt werden können als das Jahr 2013. Gleichwohl kumuliert sich die Summe der Fehlbeträge.

 

Der Finanzhaushalt weist im Jahr 2013 ebenfalls ein Kassendefizit von rund 1,9 Mio. Fehlbedarf auf. Insofern muss zur Haushaltssatzung 2013 mit einem Höchstbetrag des Liquiditätskreditsvolumens von 2,5 Mio. kalkuliert werden, um die Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Dieser Höchstbetrag darf in der defizitären Haushaltssituation definitiv nicht überschritten werden. Im Finanzplanungszeitraum weisen die Haushaltsjahre 2014 und 2016 ebenfalls zum Jahresabschluss einen negativen Kassenbestand aus - lediglich das Jahr 2015 kommt zu einem minimalen Kassenüberschuss.

 

Aufgrund dieser Ergebnisse kann der Haushaltsausgleich weder in 2013 noch im mittelfristigen Finanzplanungszeitraum erreicht werden. Insofern muss festgestellt werden, dass die Gemeinde Jork die dauernde Leistungsfähigkeit i.S. des § 23 GemHKVO nicht nachweisen kann.

 

Wie in den Vorjahren standen auch die Haushaltsplanvorbereitungen für das Jahr 2013 ganz im Zeichen einer detaillierten Ansatzüberprüfung. Aus Sicht der Verwaltung sind im Rahmen der derzeitigen Haushalts- und Projektstruktur sämtliche Aufwendungsansätze auf dem gerade noch vertretbaren untersten Niveau geplant - die Ertragssituation wurde ebenfalls realistisch vor dem Hintergrund der tatsächlichen Ergebnisse der Vorjahre dargestellt. Gleichwohl sieht sich die Verwaltung angehalten, auch parallel zu den Haushaltsplanberatungen für 2013 weiter sämtliche Ansätze auf dem Prüfstand zu stellen und ggf. sich ergebene Einsparpotenziale in die Beratungen einzubringen. Ausgeschlossen ist aber aus Sicht der Verwaltung, dass zum Haushalt 2013 aus heutiger Sicht eine grundsätzliche Optimierung erreicht werden kann, die zumindest im mittelfristigen Finanzplanungszeitraum positive Abschlüsse erwarten lassen.

 

Vor diesem Hintergrund ist die Bedeutung der Haushaltssicherung für 2013 und die Folgejahre gegenüber den Vorjahren weiter gestiegen. Es wird für die weiteren Beratungen darauf ankommen, dass unbedingt im kurzfristigen Bereich ein spürbarer Erfolg von Haushaltssicherungsmaßnahmen ausgewiesen werden kann.

 

Vor diesem Hintergrund sieht es die Kämmerei als erforderlich an, im Rahmen der Haushaltsplanberatungen die Erhöhung der Realsteuerhebesätze (Grundsteuer A, Grundsteuer B sowie Gewerbesteuer) und weiterer Steuern und Gebühren einschließlich Kindergartengebühren vorzuschlagen und jeweils einer Neukalkulation zu unterziehen. Nur mit einer Erhöhung der Steuern und Abgaben wird es aus Sicht der Verwaltung möglich sein, im Rahmen der Haushaltssicherung bereits im kurzfristigen Bereich zu einer erforderlichen Besserstellung zu kommen, um im mittelfristigen Planungszeitraum wieder ausgeglichene Haushaltsplanungen auszuweisen bzw. durch Überschüsse in späteren Jahren den Abbau der Fehlbeträge voranzubringen.

 

Die Kämmerei wird in die anstehenden Haushaltsplanberatungen des Finanz- und Personalausschusses zunächst einen Konzeptvorschlag für die bedarfsorientierte Erhöhung der Realsteuersätze zum 01.01.2013 mit Abwägungs- und Alternativvorschlägen einbringen.

 

Grundsätzlich befindet sich die Steuerkraft der Gemeinde Jork auf dem mit Abstand höchsten Niveau im Vergleich zu den Vorjahren. Vor allem können im Jahr 2013 gegenüber dem Planungsansatz von 2012 rund 1,3 Mio. Mehrerträge aus der Einkommenssteuerbeteiligung realisiert werden. Diese positive Steuerkraftentwicklung führt allerdings dazu, dass die Gemeinde Jork in 2013 keine Schlüsselzuweisungen mehr erhalten wird (Vorjahresansatz rund 328.000 ) und darüber hinaus eine Finanzausgleichsumlage in Höhe von 45.500 an das Land Niedersachsen erstatten muss. Da die positive Steuerkraftentwicklung maßgeblich auch die Kreisumlagezahlungen in den Folgejahren beeinflussen wird, werden im Ergebnishaushalt 2013 5.069.100 an Rückstellungen für die Kreisumlage auszuweisen sein. Der Zahlungsbetrag der Kreisumlage ist für 2013 mit rund 5,3 Mio. kalkuliert. Für 2012 wurde die Kreisumlage mit rund 4,94 Mio. festgesetzt, so dass sich die Kreisumlagezahlung gegenüber 2012 im Jahr 2013 um 360.000 erhöhen wird. Dabei wurde mit einem konstanten Kreisumlagehebesatz von 55 Prozentpunkten kalkuliert - Signale des Landkreises, aufgrund der positiven Steuerkraftentwicklung der Kommunen eine Reduzierung des Umlagesatzes in 2013 in Aussicht zu stellen, gibt es bislang nicht.

 

Die weiteren wesentlichen Eckdaten des laufenden Aufgabenbereiches lassen sich wie folgt zusammenfassen:

 

-          Der Zuschussbedarf der Gemeinde Jork für die Kindertagesstätten erhöht sich vom Ansatz 2012 in Höhe von rund 1,04 Mio. auf rund 1,54 Mio. in 2013. Insofern muss die Gemeinde Jork für den Kindertagesstättenbereich im kommenden Jahr rund 500.000 mehr an laufenden Aufwendungen leisten. Diese Entwicklung ist nicht vermeidbar, da eine Aufstockung der Gruppen verbunden mit den neuen Angeboten für Kinder unter 3 Jahren und der daraus resultierenden Verkleinerung der Gruppengröße zwangsläufig eine deutliche Erhöhung des Defizitbetrages nach sich zieht. Hier bedarf es aus Sicht der Verwaltung mit Inbetriebnahme des neuen Jorker Kindergartens einer Neukalkulation der Gebühren und des gemeindlichen Kostendeckungsanteils.
 

-          Die Personalkosten der Gemeinde Jork wurden auf der Grundlage des derzeitigen Stellenplanes auch für 2013 in unveränderter Fassung kalkuliert. Bedingt durch die tarifliche Entwicklung in der letzten Zeit (3,5 % Steigerung ab dem 01.03.2012, 1,4 % Steigerung ab dem 01.01.2013 und 1,4 % Steigerung ab dem 01.08.2013 verbunden mit individualisierten Einmahlzahlungen für Beschäftigte, die zwischen 2005 und 2011 neu eingestellt wurden) betragen die Bruttopersonalkosten rund 3,5 Mio. in 2013. Personalkostenförderungen und Personalkostenzuschüsse können in der Höhe von rund 224.100 realisiert werden, so dass sich die Nettopersonalkosten auf rund 3,32 Mio. belaufen werden.
 

-          Die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen insbesondere für Bauunterhaltungsaufwendungen reduzieren sich vom Ansatz 2012 nach 2013 um rund 500.000 . 2013 steht aber nach wie vor Zeichen der Bauunterhaltungen, um einen Investitionsstau abzuwenden. Erst ab 2014 wird es zu einer deutlichen Entlastung in diesem Bereich kommen.

 

 

Mit diesen kalkulierten Planungsansätzen ist aus heutiger Sicht der Verwaltung der ausgewiesene Fehlbedarf von rund 1,055 Mio. in 2013 im Ergebnishaushalt nicht vermeidbar. Insofern wird im Rahmen der Haushaltssicherung nicht nur die Aufwandsseite, sondern vor allem auch die Ertragsseite im Bereich der Abgaben auf dem Prüfstand stehen müssen. Besonders kritisch zu sehen ist, dass der Finanzhaushalt 2013 bei der derzeitigen Konstellation einen negativen Saldo aus der laufenden Verwaltungstätigkeit in Höhe von rund 830.000 ausweist. D.h. dass die Gemeinde Jork in 2013 nicht in der Lage sein wird, die laufenden Auszahlungen durch laufende Einzahlungen zu decken und insofern im Bereich des Tagesgeschäftes bereits auf Liquiditätskredite zurückgreifen muss. Diese Situation wird sich erst ab 2014 verbessern können, wenn es gelingt, vor allem die Bauunterhaltungsmaßnahmen weiter zu reduzieren. Allerdings muss hierzu die Problematik der Auswirkung von Instandhaltungsstaus verbunden mit der Ausweisung von Instandhaltungsrückstellungen für die Zukunft betrachtet werden.

 

 

Für den investiven Aufgabenbereich ergeben sich folgende Eckdaten:

 

Die Investitionsplanung 2013 mit dem mittelfristigen Investitionsprogramm 2014 bis 2016 ist den Haushaltsunterlagen im letzten Abschnitt beigefügt.

 

Für 2013 wird ein Saldo aus der Investitionstätigkeit in Höhe von rund 2,95 Mio. ausgewiesen. Dieser Betrag stellt den Eigenanteil der Gemeinde Jork an investiven Projekten im kommenden Jahr dar. Für die Folgejahre reduziert sich dieser Anteil deutlich, allerdings weist der Planungszeitraum von 2013 bis 2016 kumuliert einen Investitionssaldo von rund 4,5 Mio. aus.

 

Bei der Investitionsplanung für 2013 und 2014 muss aus Sicht der Verwaltung ein Teilbetrag von 2,152 Mio. in 2013 und ein Teilbetrag von 685.000 in 2014 über neue Darlehensfinanzierung bereitgestellt werden. Diese Darlehenskalkulation bezieht sich lediglich auf 5 investive Projekte, die sich wie folgt zusammensetzen:

 

1.      Restabwicklung Baumaßnahme Kindergarten Jork (112.000 Darlehen in 2013)
 

2.      Schulsportplatz an der Grundschule An der Este (400.000 Darlehen in 2013)
 

3.      Eigenanteil der Gemeinde Jork zur Ortskernentlastungsstraße (900.000 Darlehen in 2013 und 685.000 Darlehen in 2014)

 

4.      Erschließung des Gewerbegebietes Ostfeld 2. Abschnitt für den Eigenanteil der Gemeinde Jork (565.000 Darlehen in 2013)

 

5.      Abschluss des Brandschutzkonzeptes am Schulzentrum Altes Land (175.000 Darlehen in 2013 aus der Kreisschulbaukasse).

 

Die Darlehen beziehen sich damit ausschließlich auf langfristige Investitionsprojekte. Ohne Darlehensbewilligung wäre eine Umsetzung dieser Maßnahmen nicht finanzierbar.

 

Problematisch ist an dieser Stelle, dass es für Gemeinden, die sich in Haushaltssicherungszeiten befinden, immer schwieriger wird, Darlehen auf dem Markt angeboten zu bekommen. Diese Entwicklung zeigt sich bereits jetzt in der Gemeinde Jork. Für das aktuelle Darlehen in 2013 für den Neubau des Kindergartens Jork und die Erweiterung des DRK-Kindergartens Estebrügge konnten nur wenige Darlehensangebote eingeworben werden. Gleiches lässt sich zurzeit erkennen im Rahmen der Überprüfung der Liquiditätskreditssituation. Im Zusammenhang mit Basel III kommt es bereits jetzt schon vor, dass sich bei Darlehensanfragen potentielle Kreditgeber zunächst nach Haushaltssicherungskonzepten erkundigen und immer öfter bei defizitären Situationen ein Darlehensangebot abgelehnt wird. Auch vor diesem Hintergrund ist es unbedingt notwendig, schnell in den Haushaltsausgleich zu kommen.

 

Der Schuldenstand der Gemeinde Jork aus Krediten für Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen einschließlich Kreisschulbaukasse beläuft sich zum 01.10.2012 auf rund 7,7 Mio. . Hinzukommt ein Liquiditätskredit in der Höhe von 2,5 Mio. , so dass sich die Gesamtverschuldung aktuell auf 10,2 Mio. beläuft. Das Liquiditätsdarlehen wird im November nach Auslaufen der Laufzeit voraussichtlich in voller Höhe zurückgezahlt. Allerdings ist davon auszugehen, dass recht schnell im Jahresanfang 2013 wieder ein erneuter Liquiditätskreditsbedarf besteht. Insofern muss auch die Haushaltssatzung 2013 den Höchstbetrag der Liquiditätskredite auf 2,5 Mio. festsetzen.

 

Bei der Investitionsplanung sowie der Planung von Baumaßnahmen ist für die Erstellung des Verwaltungsentwurfes zum Haushaltsplan 2013 sowie für den abschließenden Haushaltsplanbeschluss des Gemeinderates folgende Vorgabe des § 12 GemHKVO zu beachten:

 

 

§ 12 GemHKVO Investitionen

 

(1) 1Bevor Investitionen von erheblicher finanzieller Bedeutung beschlossen werden, soll durch einen Wirtschaftlichkeitsvergleich unter mehreren in Betracht kommenden Möglichkeiten die für die Gemeinde wirtschaftlichste Lösung ermittelt werden. 2Vor Beginn einer Investition von unerheblicher finanzieller Bedeutung muss mindestens eine Folgekostenberechnung vorliegen.

 

(2) 1Auszahlungen und Verpflichtungsermächtigungen für Baumaßnahmen dürfen erst veranschlagt werden, wenn Pläne, Berechnungen und Erläuterungen vorliegen, aus denen die Art der Ausführung, die Gesamtauszahlungen für die Baumaßnahme, der Grunderwerb und die Einrichtung sowie der voraussichtliche Jahresbedarf unter Angabe der finanziellen Beteiligung Dritter und ein Bauzeitplan im Einzelnen ersichtlich sind. 2Den Unterlagen wird eine Berechnung der nach Fertigstellung der Maßnahme entstehenden jährlichen Haushaltsbelastungen beigefügt.

 

(3) 1Ausnahmen von Absatz 2 sind für finanzwirtschaftlich unerhebliche Vorhaben und für dringende Instandsetzungen zulässig. 2Die Notwendigkeit einer Ausnahme wird in den Erläuterungen begründet.

 

 

Nach dem dürfen Baumaßnahmen erst veranschlagt werden, wenn die abschließende Planung konkretisiert ist. Insofern sind aktuelle Projektberatungen, die zurzeit noch nicht ein konkretes und verbindliches Planungskonzept beinhalten, im Verwaltungsentwurf zum Haushalt 2013 noch nicht veranschlagt. Zunächst müssen diese Voraussetzungen geschaffen werden.

 

Bei der weiteren Umsetzung von Projekten kommt es nach § 12 Abs. 1 GemHKVO auch darauf an, dass ein Wirtschaftlichkeitsvergleich unter Abwägung mehrerer in Betracht kommender Alternativen sowie eine Folgekostenanalyse im Einzelfall für Investitionen von erheblicher finanzieller Bedeutung aufgestellt werden.

 

Sofern sich im Rahmen der Haushaltsplanung 2013 bis zum Satzungsbeschluss des Gemeinderates Projektplanungen konkretisieren, können diese unter den oben dargestellten Voraussetzungen noch mit in den Haushaltsplan aufgenommen werden. Ansonsten bietet sich die abschließende Konkretisierung im Rahmen eines Nachtragshaushaltsplanes 2013 an. Aufgrund der frühzeitig begonnenen Haushaltsplanung wird aus Sicht der Verwaltung ohnehin davon ausgegangen, dass im Laufe des Jahres 2013 ein Nachtragshaushaltsplan sinnvoll ist, um bis dahin anstehende Konkretisierungen auch tatsächlich in den Haushaltsplan einarbeiten zu können.

 

Im Übrigen sind im Verwaltungsentwurf zum Haushalt 2013 für den investiven Anteil keine Verpflichtungsermächtigungen vorgesehen.

 

Die von der Kämmerei verwaltungsintern verfügte flächendeckende Haushaltssperre wird aufgrund dieser finanziellen Rahmenbedingungen auch 2013 weiter Bestand haben.

 

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

 

Sind in den anliegenden Haushaltsplanunterlagen dargestellt.

 

Anlage/n:

Anlage/n:

 

Zahlenmäßige Zusammenstellung des Verwaltungsentwurfes zum Haushaltsplan 2013

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 2012-09-25 Produktbuch 2013 - Verwaltungsentwurf 1. Fassung (1751 KB)      
Stammbaum:
2012/01284   Verwaltungsentwurf zum Haushaltsplan der Gemeinde Jork für das Haushaltsjahr 2013   Fachbereich 1   Beschlussvorlage öffentlich
2012/01284-1   Verwaltungsentwurf zum Haushaltsplan der Gemeinde Jork für das Haushaltsjahr 2013; 1. Anpassung des mittelfristigen Finanzplanungszeitraums durch eine Konkretisierung der Rahmendaten zum Finanzausgleich   Fachbereich 1   Beschlussvorlage öffentlich
2012/01284-2   Verwaltungsentwurf zum Haushaltsplan der Gemeinde Jork für das Haushaltsjahr 2013; 2. Anpassung des mittelfristigen Finanzplanungszeitraums durch eine Konkretisierung der Rahmendaten zum Finanzausgleich   Fachbereich 1   Beschlussvorlage öffentlich
2012/01284-3   Verwaltungsentwurf zum Haushaltsplan der Gemeinde Jork für das Haushaltsjahr 2013; nachträglicher Anpassungsbedarf zum Haushaltsplanentwurf unter Einbeziehung der bisherigen Fachausschussberatungen   Fachbereich 1   Beschlussvorlage öffentlich
2012/01284-4   Haushaltssatzung und Haushaltsplan der Gemeinde Jork für das Haushaltsjahr 2013   Fachbereich 1   Beschlussvorlage öffentlich